"Der Natur zum Wohle..."

Neben intensiv genutzten Mähwiesen birgt unser Berghof viele Rückzugsräume für selten gewordene Pflanzenarten. So finden sich auf unserer Buckelwiese mit Rispengras und Goldhafer typische Pflanzenvertreter einer Magerweide. Deren geologischer Untergrund besteht aus Schottermaterial eines Pyhrgasgletschers, der vom Eiskar kommend den Thurnergraben ausmodellierte und hier Moränenreste ablagerte. Als botanische Rarität finden wir in der buntblühenden Kuhweide neben Wiesensalbei einige Exemplare der Feuerlilie (Lilium bulbifera), einer seltenen Orchideenart, die um Mitte Juni zu blühen beginnt. Mit Rücksicht auf die Artenvielfalt wird dieser Bereich erst nach dem Abblühen im Juli beweidet oder gemäht, sie wurde vom Naturschutz als wertvolle Fläche (WF) anerkannt.

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Weiters finden wir kleinflächig auf Feuchtwiesenresten an Waldrändern im Frühjahr die weißblühende Stern-Narzisse (Narcissus radiiflorus) vor. Großflächige Vorkommen befinden sich in Nähe des Berghofes auf den Niedermoorflächen am Fuße des Wurberges und im vorderen Goslitztal am Weg zur Stefansbergalm.  Hier finden wir sogar Exemplare des insektenverzehrenden, rundblättrigen Sonnentaus, eines Hochmoorbewohners.

Wer ein Freund des Bergwaldes ist, braucht nur wenige Schritte vom Hof in unseren "Thurnerwald" zu gehen. Der im Steillage wachsende, artenreiche Bergmischwald ist mit Fichte, Lärche, Tanne, Buche, Ahorn und Esche sehr naturnahe aufgebaut. Entlang des Wildbaches befindet sich in steilen Felsen ein Vorkommen der seltenen, außerordentlich langsam wachsenden, schattenliebenden Eibe.

Wem die Almflora am Herzen liegt, kann in nur einer Gehstunde vom Berghof die als Pferdeweide extensiv genutzte Holzeralm mit ihrer Vielfalt an Almkräutern und Gewürzpflanzen erreichen oder in 3 Gehstunden über die Hofalm eine Gipfelwanderung durch Alpenrosen und ab 2000 Metern Höhe über alpine Polsterseggenrasen auf aussichtsreichen Pfaden zum Großen Pyhrgas unternehmen. Liebhaber der Lebensräume Karst und Waldgrenze sei ein Besuch des größten zusammenhängenden Zirben-Lärchenwaldes in den Ostalpen am südlichen Warscheneckplateau empfohlen.

Die Kultur- und Naturlandschaft in Spital am Pyhrn bietet also für Naturliebhaber jeder Art besondere "Highlights" in der Pflanzenwelt.

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