Lage und Umgebung Text in Tschechisch

Unser Hof liegt in ruhiger Einzellage auf 817 Meter Seehöhe im Gesundheitsdorf Oberweng bei Spital am Pyhrn in der Ferienregion Pyhrn-Priel. Das Anwesen befindet sich auf einer Hangterrasse am Fuße unseres Hausberges, dem Großen Pyhrgas (2244m). Genießen Sie von hier den reizvollen Blick auf dem im Tal liegenden "Dom am Pyhrn" und die umliegende Bergwelt der Hallermauern, des Toten Gebirges und Sengsengebirges im Nationalpark Kalkalpen. Der Bergbauernhof liegt am Steilhang und ist umgeben von Wiesen, Weiden und Wäldern. Abzweigend vom Ortschaftsweg Oberweng ist er durch einen rd. 700 Meter langen Güterweg gut erschlossen und nur 2,5 km vom Ortszentrum entfernt. Er besitzt durch die 5 km entfernte Anschlussstelle zur Pyhrnautobahn A9 und die nahegelegene Pyhrn-Eisenbahnstrecke (Linz - Selzthal - Graz) eine gute Verkehrsanbindung.

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Die einmalige Einzellage umsäumt von den markanten Bergen Pyhrgas, Bosruck und Warscheneck (2.388m) ist ein Idealer Ort um dem Alltag und den Sorgen zu entfliehen ! Sie können direkt vom Hof aus los starten, z.B. eine gemütliche Hütten-wanderung durch traumhafte Almen machen, oder sogar einen 2000er Gipfel stürmen ! Zurück am Hof angekommen lassen Sie die Seele beim hauseigenen Wasserfall im Thurnerwald, bei den Fischteichen oder beim der urigen Holzhütte baumeln – Getreu unserem Berghof-Motto:

"FREIHEIT spüren - LEBENSFREUDE tanken !".

  

Betriebsspiegel

Die Hoffläche des Thurnergutes beträgt rd. 14 Hektar, davon werden ca. 9 ha Wiesen und Weiden landwirtschaftlich und 5 ha Wald für den eigenen Brenn- und Nutzholzbedarf forstlich genutzt. Wegen der Gelände- und Bodenbeschaffenheit wird Gründlandwirtschaft mit Weidehaltung betrieben. Etwa 5 ha Grünland sind maschinenbefahrbare Lagen und werden als Mähwiesen genutzt, weitere 4 ha Grünland werden wegen steiler Hanglage nur in Form einer Beweidung mit Schafen, Ziegen, Rindern und Pferden zwischen Mai und Oktober genutzt.

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Der Betrieb ist in der Erschwerniszone 3 des österreichischen Berghöfekatasters (BHK) eingestuft. Bis vor einigen Jahrzehnten wurden vom Hof auf der entlegenen Thurner-Hochlalm zwischen Kleinen und Großen Pyhrgas Schafe und Ziegen und am Thurner-Reith Rinder gealpt. In heutiger Zeit treiben wir unsere Rinder auf die an der oberösterreichischen Landesgrenze zur Steiermark gelegene, reizvolle Arlingalm (1400m).

  

Hofchronik

Wir bewirtschaften den auf altem Siedlungsland liegenden Bergbauernhof "Thurnergut" seit 2008 im Zuerwerb. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Hof im mittelalterlichen Zehentregister des Stiftes Kremsmünster aus dem Jahre 1325 mit dem Namen "Geyslitzthurn" mit 21,25 Joch (=12,22 ha) landwirtschaftlichen Nutzgrund. Im Jahre 1492 findet sich im 3. Zehentregister des Urbares (=Grundsteuerbuch)  unter Punkt 48 die Eintragung "Plötschl vom Geislitzthurn" dient 2 metzen sil (Getreide), 2 Schaff, 1/2 off. av., 2pull, 80 ova (Eier), Peursteur (Bauernsteuer) 67 denare. An Robot (Handarbeit) waren jährlich zu leisten 8 Tage: 2 mahdtage, 2 holtztag, 1 schnitter (Getreideernte), 1 recher und fiehrer auf der fronwiesen (Katzenöd), 1 tag haberfuhrn, 1 brachtag. Am Michaelitag, den 29. Sept. mußten die angeführten Ernteerträge  von den bäuerlichen Lehensleuten dem Benediktinnerstift Spital als Grundherrschaft bis zu dessen Auflösung (Säkularisierung) im Jahre 1806 durch Kaiser Franz I. jährlich abgeliefert werden. Im Revulotionsjahr 1848 erfolgte schließlich die Bauernbefreiung und die Aufhebung des Unterthänigkeits-verhältnisses und der adeligen und kirchlichen Grundherrschaften. Der Bauer wurde vom Lehensmann zum uneingeschränkten Herr über den eigenen Grund und Boden, er mußte fortan keinen Robot und Zehent mehr leisten. Als Ersatz sind seither Grundsteuern für die produktiven Eigentumsflächen wie Acker-, Wiesen-, Weideland und Wälder an den Staat abzuführen.

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1774 erhielt das Anwesen durch ein Amtsverordnung Kaiserin Maria Theresias die Hausnummer Oberweng 1 zugewiesen, die es bis 2009 behielt (heute Nr. 26). In einem Besitzungs-Ausweis des Landgerichtes Spital aus dem frühen 19. Jhdt. wird der Hof mit dem Wortlaut "Geislitzthurn insgemein Thurner in Oberweng" bezeichntet. Im Zuge von Grundbuchs-Neuanlagen erscheint im 20. Jhdt. erstmals der heute gebräuchliche Hofnahme "Thurnergut" auf. Unser Hofgebäude wurde aus Stein und Lehm errichtet, das Baualter liegt bei etwa 250 Jahren, ein Raum, die Speiskammer ist noch original erhalten geblieben. Unser historisch bedeutsamer Oberwenger Berghof blickt wahrscheinlich auf eine mehr als 1000 jährige Kulturgeschichte zurück.

  

Siedlungsgeschichte

 

Erste menschliche Spuren in der Pyhrn-Priel-Region konnten durch Ausgrabungen in der Ramesch-Knochenhöhle am Warscheneck nachgewiesen werden, wo sich Steinzeitjägern bei der Jagd auf Höhlenbären (Ursus speleus) vor 30.000 Jahren zeitweilig aufhielten. Sehr frühe Spuren der Almweidenutzung durch illyrische und keltische Ursiedler vor etwa 4000 Jahren konnten durch das gehäufte Auftreten von Ampfer- und Wegerich-Pollen in den Hochmooren der sonnenbegünstigten Filzmoosalm im Bereich der bekannten Wurzeralm in 1400 m Höhe festgestellt werden. Bereits in der Zeit der Römer wurde eine Siedlung im Windischgarstner Tal als Pferdestation mit Namen Gabromagus (zu deutsch Geißfeld) vor nahezu 2000 Jahren gegründet. Sie lag an der Via Norica, der norischen Römerstraße, die das südliche Alpenvorland und Küstengebiet an der Adria  um Triest mit dem nördlichen Alpenvorland um Ovilava (Wels) und den Donauraum bei Lentia (Linz) über einen der niedrigsten Alpenübergänge, dem Pyhrnpass verband.

Die Erstbesiedlung des sonnigen Oberwenger-Landes am Fuße der Pyhrgasberge erfolgte schon ab dem 8. Jhdt. zur Zeit des Frankenkönigs Karls des Großen (768-814) durch bäuerliche Ursiedler alpenslowenischer Herkunft. Die windischen Siedler kamen von Süden über den Pyhrnpass und gründeten den Weiler Windisch-Garsten. Sie nannten in vorbairischer Zeit das von wilden Urwäldern bedeckte Gebiet zwischen Pyhrn und Steyr "gorstina", was soviel wie Waldlandschaft bedeutet. An dem Göswein (Ziegenland), am Imitzberg und in der Goslitz (slow. Gegend der Ziegenhirten) befanden sich die alten Schwaighöfe (lat. sueiga = Rinderhof) der Alpenslawen, wie die alten Hofnamen Gawanz (=Hintergrabenbauer), Goslitzer, Gutjar (=Schroffler), Pelitz (=Pölzgut), Geyslitzthurn und Gowielalm verraten.

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Die Bayern drangen erst ab dem 11. Jhdt. von Norden kommend immer weiter ins Windischgarstner Becken vor, wie die Namen Dirnbach, St. Pankraz und Redtenbach verraten. Durch die Erwerbungen des Bistumes Bamberg im oberen Kremstal und Garstnertal kam es mit der Einwanderung fränkischer Siedler zu verstärkten Rodungstätigkeiten und Gründung neuer bäuerlicher Hofstätten. Um 1119 wurde durch Bischof Otto I. die Pfarrkirche in Windischgarsten erbaut, um 1190 durch das Hochstift Passau das Hospital am Pyhrn mit der großen Rodungspfarre Spital am Pyhrn gegründet. Der vernässte Talboden entlang des Teichelflusses - die Gleinkerau - wurde bis zum 13. Jhdt. in fruchtbares Bauernland umgewandelt. Mit der Einführung bairisch-fränkischer Rechtsbegriffe kam dieses ursprünglich zur Steyermark gehörige Gebiet im Jahr 1254 mit dem Traungau (Viertel zwischen Traun und Enns) zum Land ob der Enns, wie Oberösterreich damals genannt wurde.


 
Urlaub am Bauernhof